Taufe in der Osternacht

Neu: Einige Sätze des Täuflings heute

Ergriffen vom verheißungsvollen Wort des leiblichen Sohnes, Messias, unserm Herrn König, Rabbun, vehement gen Himmel pilgernd, das dürstende Herz sich nach der Einheit sehnend, um sich vollends zum erhabenen hohen Reich bekennen. Derart andächtig, wähnte sich jener am Jordangestade, in der Osternacht im Flut lichter Kerzen am Taufbrunnen der St.-Thomas-Kirche zu Kreuzberg, lud der Passionschoral der Orgel zum Feste der Verrmählung mit Vater und Sohn und Heiligem Geist. 

Hernach, in der Aufeinanderfolge der Ereignisse stockte der Atem – Tod und Neugeborenwerden überschlugen sich: In der entlegensten Verborgenheit dröhnte das Gemüt, der Jubelschall, unisono Halleluja, da war das Herz gestillt, der Geistesdurst gelöscht, fürwahr, als die Brücke zu fließen begann.

Oh, weh mir! Wer vermochte steigern noch jeweilige Extase, der Sphäre des menschlichen Seins, wie die Furcht überwinden von „in der Welt sein“, wo erstreckt sich der Raum zur eigenen Entwicklung, wenn nicht unter seinem Zelt?

Fern von Fiktionen – fürwahr JAHWE ist keine Wahnvorstellung. Sein lebendig Wesen offenbart sich a priori, eminent und begründet in der Konkretheit der Barmherzigkeit seines Da-Seins.

Denn den ewigen Durst hat er mir gelöscht.

Denver

Welch eine Freude!

Ein Erwachsener aus unserer Gemeinschaft in der Naunynstraße wurde in der Osternacht in St. Thomas (Begrüßung, Film) getauft.

Fassungslos wiederholte der Getaufte auf dem Nachhauseweg immer wieder: „Gestorben und neu geboren“.

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